Kiefergelenksdiagnostik


Moderne dynamische MRT-Darstellungen des Kiefergelenks bieten die Möglichkeit, das Kiefergelenk in Funktion zu beurteilen. Auch der Diskus und die umgebenden sonstigen Weichgewebe können dabei während der Mundöffnung und des Mundschlusses dargestellt werden. So ist es möglich, die Kompexizität der Kiefergelenksfunktion dynamisch und in allen drei Dimensionen abzubilden, um pathologische Veränderungen der Form und Funktion zu diagnostizieren.

Funktionelles MRT

Das funktionelle MRT bietet dem Behandler die Möglichkeit, die Funktion des Diskus während der Mundöffnung und des Mundschlusses zu beurteilen. Hierzu wird ein dynamisches MRT durch-geführt, das eine funktionelle Beurteilung aller relevanten Strukturen zulässt.

Kiefergelenksdiagnostik-Abb1

Abb.1: Phase I der Mundöffnung. Der Diskus wandert mit dem Kapitulum der Mandibula nach anterior mit. Der Diskus zeichnet sich dabei als hypointenser Bereich zwischen dem Tuberkulum und dem Kapitulum ab.

Kiefergelenksdiagnostik-Abb2

Abb.2: Phase II der Mundöffnung. Der Diskus wandert mit dem Kapitulum der Mandibula nach anterior mit, bis sich Kapitulum und Tuberkulum auf gleicher Höhe gegenüberstehen.
Kiefergelenksdiagnostik-Abb3

Abb.3: Phase III der Mundöffnung. Das Kapitulum hat die höchste Stelle des Tuberkulums erreicht. Die hypointense Struktur des Diskus liegt immer noch zwischen beiden Strukturen.
© Christof Holberg